Zehn Meter Feldweg
Schrammelten die Bandgründer Sven Lewerentz und Till Wulf noch Ende der neunziger Jahre einsam und verlassen in einem Kellerloch in bester Drei-Akkorde-Manier, so änderte sich dies Anfang 2000 durch den Beitritt neuer Musiker. Die Musik gewann an Individualität und Energie und wandelte sich zu einer Musikrichtung, die andere wohl Indie-Rock nennen mögen - sie selbst bezeichnen ihre Musik als "Feldwegrock".
Aus diesen Wurzeln wuchs schließlich ein junges, zartes Bäumchen. Und es ist nach wie vor am Wachsen und Gedeihen, sich seiner Wurzeln zwar bewusst, doch mit seinen Zweigen stets um sich tastend... . Die Themen und Gefühle ihrer Stücke sind oft melancholisch, verträumt "malerisch".
Es ist jedoch auch eine Band, die sich nicht ernster nimmt, als es unbedingt sein muss. Wer einmal Songs wie "Der Zwerg" oder "Elchlied" gehört hat kann das bestätigen.
Die Songs besitzen in der Regel einen Kontext, der der unmittelbaren Lebensumwelt entnommen ist, wobei sie nicht individualistisch und speziell auf eigene Erfahrungen beschränkt sind, sondern durchaus von einem Lebensgefühl sprechen, dass über diesen engen Kreis hinaus nachvollziehbar ist.
Im Jahr 2000 erblicke die erste EP "Die Welt geht schlafen" das Licht der Welt und wurde in diversen Foren und Internetmagazinen sehr wohlwollend und teils gar euphorisch aufgenommen.
Anfang 2001 veröffentlichten Zehn Meter Feldweg dann ihren ersten Longplayer und es folgten diverse Konzerte in der Hamburger Independent-Szene. Drei Jahre dauerte es dann, bis die Band ihren zweiten Longplayer "Zehn Meter Feldweg und der komische Komet im Kornfeld" veröffentlichte. Es folgten bundesweit viele Konzerte, Festivalauftritte und Beiträge auf diversen Samplern. Bevor sich Zehn Meter Feldweg Ende 2006 vollends im Studio verschanzte, präsentierte sie einige ihrer neuen Songs auf dem Reeperbahnfestival 2006.
2007 kam dann schließlich das Ergebnis dieser Arbeit, das bisher letzte Album Phantom Power heraus.
Deine Dose
Deine Dose rockt“, jubelt die taz. „Trashpunk“, kreischt „Bild“. Beides stimmt: Die Berliner Band macht alternativen Rock, Einflüsse des Punk und Indie-Sounds der 90er sind hörbar.
Ohne Umschweife kommt die Band aus Berlin auf den Punkt. Es schrammelt, und trotzdem ist Platz für eingängige Melodien. Die Songs sind klar strukturiert; Gegniedel muss nicht sein. Da hat die Hamburger Schule DEINE DOSE durchaus geprägt.
Alle Mitglieder stammen aus dem Norden, Karsten Wirth (Gesang, Gitarre; Foto: Mitte) spielte mit Gert Krummrey (Bass, Foto: rechts) in Hamburg in der Band Blain.
Wirth gründete DEINE DOSE 2001 mit Oliver Haustein-Teßmer (Schlagzeug, Foto: links) und Christian Schuldt, der bis 2007 in der Band spielte.
Das neue Album „noch cool“ hat DEINE DOSE im Januar 2009 herausgebracht – als Online-Veröffentlichung auf der eigenen Website, auf MySpace und auf CD.
Die Band veröffentlichte außerdem eine EP (2002) sowie die CDs „DU BIST GROSS“ (2004) und „Wir könnten eure Väter sein“ (2006). DEINE DOSE tritt deutschlandweit in Klubs, auf kleineren Festivals und als Support bekannter Indierock- und Popbands auf.
www.deinedose.de
www.myspace.com/deinedose