DURCHSUCHUNG DER DISKOTHEK „SILBER“ So. 02.08.2009, 7:40 Uhr
Offizielle Stellungnahme der Silber-Verantwortlichen:
Das kann doch wohl nicht war sein!
Wie kommen die Medien zu dieser verantwortungslosen Berichterstattung?
Und wie kommt das LKA zu diesen unhaltbaren Vorwürfen?
Direkt übernommen aus den Polizeiberichten und Pressemitteilungen der Polizei, wird hier ein Sachverhalt konstruiert, der nicht einmal im Ansatz der Wahrheit entspricht.
Der Auftritt des LKA und einer Hundertschaft Bereitschaftspolizei glich einer Inszenierung.
Die Presse hatte schon vor Einsatzbeginn ihre Plätze vor der Disko eingenommen und wurde dann vom Einsatzleiter mit Handschlag begrüßt.
Die Drogenspürhunde mußten mehrfach Richtung Eingang gebracht werden, weil die Filmaufnahmen und Fotos beim deren Ankunft „nicht so gut gelungen“ waren.
Die öffentlichen sowie die privaten Räumlichkeiten der Diskothek, wurden 1 Stunde lang unter Ausschluß von Zeugen durchsuch (insgesamt dauerte die Polizei-Aktion 3 Stunden), dem anwesenden Mitbetreiber wurde bis 9:10 der Zugang zur Lokalität verweigert.
Es ist die Rede davon, dass der Betreiber des „Silber“ Drogenhandel fördern würde und Drogenhändlern Räumlichkeiten der Diskothek zur Verfügung stellt, um dort ungestörten Drogenhandel betreiben zu können.
Dies ist ein komplett absurder und unhaltbarer Vorwurf.
In keinster Weise wird Drogenhandel und Konsum im „Silber“ toleriert oder gefördert. Im Gegenteil.
Die Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen wurden in den letzten 2 Jahren kontinuierlich ausgebaut und perfektioniert.
So gibt es in bestimmten Bereichen eine Kameraüberwachung.
Es finden, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, Taschen- und Körperkontrollen statt.
Es wurden in den letzten Jahren etliche Hausverbote gegen Personen ausgesprochen, die in Verdacht standen, mit Drogen zu handeln.
Bei Drogenfunden wurden die Besitzer den Behörden übergeben.
Auch wurden Konsumenten bei nachweislichem Konsum, des Hauses verwiesen.
Die Toilettenschlösser wurden erneuert um sie, bei Verdacht auf Drogenkonsum- oder Handel, von außen öffnen zu können.
Eine externe Sicherheitsfirma mit speziell und gut ausgebildeten Leuten, wurde mit der Überwachung der Lokation beauftragt.
Selbst von der David-Wache wurde bestätigt, dass wir eine der besten und sichersten Türen der Stadt haben.
Zu den Ergebnissen der Durchsuchung:
Unseres Wissens nach wurde ein Mann mit 5 Gramm Kokain und 185,-€ Bargeld verhaftet, der von Zivilbeamten beim Verkauf von Drogen beobachtet worden sein soll.
Da dieser Mann auch Türsteher in der Diskothek Moondoo ist, kann das bei ihm gefundene Geld, durchaus auch der Lohn für seine letzte Schicht gewesen sein,
Außerdem wurden 3 weitere Personen mit geringen Mengen zum Eigenverbrauch festgenommen.
Keine dieser Personen besaß die Substanzen/Drogen dieses wahrscheinlichen Drogenhändlers.
Es wurden im Tanzbereich der Diskothek und auf dem Damen-WC zwei sogenannte Briefchen mit unbekanntem Pulver, 3 oder 4 Pillen unbekannter Substanz und ein leeres Briefchen gefunden.
In Mengeneinheiten entsprach dies kleinst-Konsumentenmengen.
- Wenn tatsächlich Drogenhändler im „Silber“ waren und dort mit Drogen gehandelt haben, wohin sind dann bitte diese Drogen verschwunden?
- Warum gibt es keine Übereinstimmung der Substanzen mit den Substanzen, die der wahrscheinliche Drogendealer mit sich führte?
- Warum wurden keine Drogen oder Konsumenten und Drogenhändler in den privaten Geschäftsräumen gefunden oder angetroffen, die ihnen doch angeblich vom Betreiber zur Verfügung gestellt werden?
124 Gäste und Angestellte wurden überprüft und es wurden insgesamt 6 Kleinstmengen gefunden, die nachweislich nicht im „Silber“ gekauft werden konnten (da keine Händler oder größere weggeworfene Mengen gefunden wurden).
Auch in den privaten Geschäftsräumen (Personaltoilette, Lager, Garderobe, Putzraum und Heizungskeller) wurden keinerlei relevante Substanzen gefunden!
Wir gehen davon aus, dass die im Tanzbereich gefundenen kleinst-Mengen in die Diskothek mitgebracht wurden und somit vorab, also irgendwann in der vorhergehenden Nacht, außerhalb des „Silbers“ erworben wurden.
Der Einsatz (wie vom Polizeisprecher Sch. dargestellt) war in keinster Weise „ein Erfolg“ der Ermittlungsbehörden.
Im Gegenteil war es ein Erfolg für uns, da sich eindeutig bewiesen hat, dass sich im „Silber“ keine Drogendealer- und Konsumentenszene aufhält, die in größerem Stil Drogen anbieten, konsumieren oder toleriert wird.
Die Drogenfunde lassen darauf schließen, dass gerade mal 6 Menschen Drogen zum Eigenverbrauch dabei hatten und sich 1 Person als Kleindealer, im „Silber“ aufhielten.
Dies macht einen prozentualen Anteil von gerade mal 5% aus.
Ich bin sicher, dass in einer normal besetzten S-Bahn des HVV, mindestens der gleiche prozentuale Anteil an Drogenkonsumenten feststellbar ist, wenn man den offiziellen Drogen-Statistiken glauben kann.
Die Menschen besuchen unsere Location, um zu Tanzen und zu Kommunizieren.
Dafür, dass dies so bleibt und unsere Gäste weiterhin angstfrei, in toleranter Umgebung feiern und tanzen können, werden wir auch in Zukunft sorgen.
- Silber -
Hamburg 03.08.2009